Der Unsinn vom Fankauf

Der Kampf um Aufmerksamkeit in den Sozialen Netzwerken hat längst begonnen. Auch Unternehmen und Marken, über die bislang seltener gesprochen wurde, zieht es auf Facebook, Twitter und Co.. Um Global Playern wie Apple, Coca Cola oder McDonalds nicht völlig zu unterliegen, bedienen sich manche eines tückischen Tricks: Sie kaufen Fans für ihre Facebookseite beziehungsweise Follower für ihren Twitter-Account. Und das zu einem Schnäppchen-Preis: Wer „Facebook Fans“ auf Ebay eingibt, kann je nach Angebot beispielsweise 5.000 deutsche Fans zum Sofortkauf von 171 Euro bestellen. Auch Likes auf Kommentare oder „Qualitätsfans“ – echte User mit Profilfoto – und ein konstanter Fanzuwachs sind käuflich. So attraktiv diese Angebote dem einen oder anderen erscheinen mögen, langfristig freuen sich vor allem die dubiosen Anbieter.

Hier sind 5 Gründe, warum der Fan- oder Followerkauf Unsinn ist:

    1. Keine zusätzliche Interaktion
      Die Fanzahl ist nicht alles in Social Media! Was bringt die höchste Zahl ohne Interaktion? Facebook, Twitter und Co. leben vom sogenannten viralen Effekt: Fotos, Videos, Links und Statusmitteilungen werden von Fans geliked, kommentiert und geteilt. Deren Freunde wiederum sehen das und einige agieren ebenfalls mit diesem Inhalt. Ist er besonders gut, wird er zum „Meme“ – etwas, was sich im Netz besonders schnell verbreitet. Das Problem bei gekauften Fans: Sie interagieren nicht. Tendenziell bestehen solche gekauften Fans aus Studenten, Hausfrauen und –männern und anderen, die sich pro Klick ein paar Cent dazuverdienen wollen. Dass sie aus Interesse an der Marke oder am Unternehmen klicken, ist daher unwahrscheinlich.

       
    2. Keine Wirkung
      Folglich lesen gekaufte Fans die Statusmeldungen nicht. Ihr einziges Motiv war schließlich: Ein paar Cent pro gelikte Unternehmensseite zu verdienen. Um auf ein ordentliches Einkommen zu kommen, müssen da schon mehrere tausend Seiten markiert werden. Wer glaubt da noch ernsthaft, der gekaufte Fan würde sich für die Beiträge interessieren? 
       
    3. Der Irrglaube von der Fanbasis
      Des Öfteren hört man das Argument: „Um Erfolg für eine Unternehmensseite in Social Media zu erzielen, braucht man eine Fan-Basis; der Rest kommt von selbst.“ Wenn dem so wäre, würden Seiten irgendwann ganz von allein laufen nur aufgrund der hohen Fan- und Followerzahl. Aber mal ehrlich: Wer verbindet sich mit einer Seite, nur weil viele andere sie angeblich gut finden? Was wirklich zählt sind Dialoge und Inhalte – wie interessante Beiträge, Fotos, Videos, kreative Gewinnspiele, Apps sowie eine tatsächliche und schnelle Kommunikation mit den Fans. 

       
    4. Gefahr von Reputationsverlust
      Eines darf man sich nicht vormachen: Wer Fans oder Follower kauft, gibt ein Interesse für eine Marke vor, das nicht existiert. Zwar mag der Schwindel, der für Expertenaugen offensichtlich ist, nicht jedem Social Media-Nutzer sofort auffallen. Aber irgendwann fliegt auch diese Lüge auf. Als zum Beispiel die Internetseite http://fakers.statuspeople.com publik wurde, wurden viele öffentliche Twitter-Accounts entlarvt, da sie gefälschte oder eine hohe Anzahl an inaktiven Followern hatten. Auch auf Facebook sind Unternehmensprofile mit einer hohen Fanzahl und einer viel zu geringen Fan-Interaktion zwar nicht per se verdächtig, aber auffällig und zu untersuchen.  Unternehmen, die eines Tages mit ihrer Social Media Lüge auffliegen, riskieren insbesondere durch die schnellen Verbreitungsmöglichkeiten im Web 2.0 einen erheblichen Reputationsverlust. 

       
    5. Nachhaltig überzeugen statt gravierende Fehler machen
      So verführerisch der Fankauf auf den ersten Blick erscheinen mag – Nachhaltigkeit zahlt sich auch in den Sozialen Netzwerken aus. Wer ein ehrliches und authentisches Unternehmensbild aufbauen möchte, der sollte sich von dubiosen Machenschaften verabschieden. Wie in der Face-to-Face-Kommunikation lassen sich Menschen nur langsam überzeugen. Geduld, Professionalität und kreative Ideen sind auch in den Social Media nicht nur nachhaltiger, sondern effektiver. Wer einen Fan einmal zum Markenbotschafter eines Unternehmens gemacht hat – also zu jemandem, der es intensiv und positiv bei anderen vertritt – hat nicht nur einen potenziellen, treuen Käufer gewonnen, sondern auch jemanden, der andere überzeugt. Der gekaufte Fan dagegen schadet nur dem Image, bestenfalls bewirkt er gar nichts.


Hinweis: Brand2Web garantiert Ihnen eine professionelle Social Media-Präsenz und schließt den Kauf von falschen Fans, Follower, Klicks und dergleichen kategorisch aus. Dies ist Teil der Unternehmensphilosophie von Brand2Web.


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